Street Sounds von Kreuzberg

Rund 20 Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren zeigten, dass echte Sounddesignerinnen in ihnen stecken. Aus den Street Sounds von Kreuzberg erarbeiteten sie mit Hilfe digitaler Medien die Musik für das Tanztheaterstück „Verstehen – Missverstehen“.

Im lebhaften Berliner Stadtteil Kreuzberg gelegen bietet das Kinder- und Jugendzentrum KiJuKuZ Alte Feuerwache die ideale Sound-Kulisse für einen Workshop über digitale Musikproduktion, der im Rahmen des „Ich kann was“-Projekts „Verstehen – Missverstehen“ stattfand. Ohren aufsperren war hierbei gefragt, denn wer genau hinhört, kann in Kreuzberg die unterschiedlichsten Geräusche von Vogelstimmen, Geklapper aus der Gastro, Musik im Tanzsaal bis hin zu Baggergeräuschen hören – alles potentielle Kandidaten für die Bühnenmusik. Mit einem Field-Recorder ausgestattet schwärmten die Sounddesignerinnen aus und machten sich auf die Jagd nach interessanten Geräuschschnipseln.

Zurück im Kinder- und Jugendzentrum KiJuKuZ Alte Feuerwache begann dann die digitale Experimentierphase. Zuvor hatten die Teilnehmerinnen eine Einführung in die Techniken der digitalen Musikproduktion erhalten – hierbei interessierte besonders der Wechsel von analoger zur digitalen Musikproduktion. Die besten der auf dem Spaziergang erhaltenen Soundschnipsel wurden in einen Sampler importiert. Nun durften die Mädchen die Klänge bearbeiten, verfremden und mit den Sounds und Möglichkeiten spielen, die sie vorher in der Theorie kennengelernt hatten. Die jungen Sounddesignerinnen zerschnitten die Geräusche, veränderten und loopten die Tonhöhe und versahen diese mit verschiedenen Effekten, z.B. mit Equalizer und Echo. Das ergab neue interessante Klänge, die die Mädchen zu rhythmischen Figuren neu zusammensetzten und wiederum mit Effekten verfeinerten und abmischten.

Für das Theaterstück musste noch ein musikalischerer Kontext für die vielfältigen Skizzen und Loops aus dem selbstgebastelten Klangmaterial her. Hierfür ergänzten die Sounddesignerinnen den abstrakt klingenden Sound- Teppiche mit digitalen Schlagzeug, Bass und Keyboard Sounds und erstellten so eine echte Bühnenmusik, die das Spiel unterlegt und zu der man sogar tanzen kann. Natürlich wollten die Teilnehmerinnen ihre Sounds gleich mitnehmen. Per Bluetooth Schnittstelle gab es die eigenen Beats auf die Smartphones übertragen – fertig!

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