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Nachhaltige Entwicklung

Die „Ich kann was!“-Initiative der Deutschen Telekom leistet einen Beitrag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Mit ihr sollen die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung, wie sie 1992 auf der „Weltkonferenz zu Umwelt und Entwicklung“ in Rio formuliert wurden, weltweit in den nationalen Bildungssystemen verankert werden. In Deutschland wird die UN-Dekade durch ein von der Deutschen UNESCO-Kommission einberufenes Nationalkomitee unter dem Vorsitz des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin) koordiniert. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung sollten Menschen bei ihren Entscheidungen und Handlungen ökologische, soziale und ökonomische Gesichtspunkte gleichberechtigt berücksichtigen. Das eine ist ohne das andere nicht möglich und setzt einen weitreichenden Wandel in unserem Umgang mit der Umwelt, unserer Art zu wirtschaften und in unserem Konsumverhalten voraus. Die Menschen hierfür zu sensibilisieren und ihnen Bildungschancen zu eröffnen, sich die für den Wandel notwendigen Wissensbestände und Kompetenzen aneignen zu können, ist die globale Vision der Bildung für nachhaltige Entwicklung. 

Doch Bildungschancen sind auch und gerade in Deutschland nicht gleich verteilt. Vielmehr hängen sie noch immer in großem Maße von der sozialen Stellung des Elternhauses ab. Deshalb hat es sich die „Ich kann was!“-Initiative zur zentralen Aufgabe gemacht, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigen Umfeldern in Deutschland zu erhöhen. Unterstützt werden insbesondere solche Aktivitäten, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen, die für eine erfolgreiche Lebensgestaltung erforderlich sind und ihnen die aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen ermöglichen. 

Inhaltlich und methodisch knüpft die „Ich kann was!“-Initiative auf vielfältige Weise an die Arbeit der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung an. So wurden 2010 im Rahmen des gemeinsamen Jahresthemas „Geld“ Projekte gefördert, in denen sich teilnehmende Kinder und Jugendliche im selbstbestimmten Konsum und verantwortungsvollen Umgang mit ihren finanziellen Mitteln üben konnten. Ein besonders zukunftsträchtiges Ergebnis haben die Kinder und Jugendliche des Jugendhauses Maxi in Erfurt erarbeitet: Ein praxisorientiertes und alltagsnahes Gesellschaftsspiel, bei dem es gilt, die eigenen Konsumgewohnheiten zu hinterfragen, nachhaltige Einkaufsgewohnheiten zu entwickeln und die eigene Finanzkompetenz weiter zu entwickeln. Außerdem entwickelte die Initiative als Beitrag zum Jahresschwerpunkt die Präventions-Broschüre „Vor dem Handy Kopf einschalten“, mit der der richtige Umgang mit dem Mobiltelefon und die Vermeidung von Kostenfallen eingeübt werden können. 

Anlässlich des Jahresthemas „Stadt“ der UN-Dekade  förderte die „Ich kann was!“-Initiative zahlreiche stadtbezogene und partizipative Projekte im urbanen Umfeld. Exemplarisch sei hier das Projekt Dessopolis genannt, eine Kinderstadt, deren „Einwohner“ sich mit den Regeln des Erwachsenenlebens, dem Zusammenhang von Lohn und Arbeit und mit den Prinzipien der Demokratie vertraut machen konnten. Und auch die inhaltlichen Implikationen des aktuellen Jahresthemas „Ernährung“ der UN-Dekade sind seit jeher fester Bestandteil der von der „Ich kann was!“-Initiative geförderten Projekte. Da längst nicht alle Kinder zu Hause oder in der Schule gesundes und ausgewogenes Essen bekommen, wird in vielen geförderten Eichrichtungen gemeinsam eingekauft, geschnibbelt, gekocht, verkostet und geschmaust. Auf dass möglichst viele Kinder und Jugendliche lernen, wie man sich aus regionalen und nachhaltig angebauten Zutaten eine leckere und nahrhafte Mahlzeit zaubern kann.

Die "Ich kann was!"-Initiative wurde im Jahr 2013 erneut von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet, diesmal als offizielle Maßnahme der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung.