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Ich kann was

18.10.2016

Vom Unkraut-Dschungel zum Selbstversorger-Paradies: Kinder gestalten Naschgarten

Noch vor etwas über einem Jahr gab der Garten der Stadtteilhauses Holweide ein trauriges Bild ab: vermoderte Sitzbänke, wild wuchernde Büsche und Sträucher, ein vermüllter Parkplatz und kein Platz zum Spielen für die zahlreichen Kinder und Jugendlichen. Das Projekt „Kinder gestalten einen Naschgarten“ des Kinder- und Jugendtreffs Picco, der Tagesgruppe des Hauses Miriam und der Hausaufgabenbetreuung der katholischen Kirche wollte das ändern – mit großem Erfolg! Heute erinnert nichts mehr an den Zustand von damals und erst vor wenigen Wochen wurde in dem wunderschön angelegten Garten das fröhliche Naschgartenfest gefeiert, das die jungen Projektteilnehmer selbst organisiert hatten!

Bereits in den Osterferien 2015 bauten engagierte Kinder und Jugendliche in dem zugewucherten Garten eine erste kleine Gemüseecke. Aus dieser Initiative entwickelte sich schnell die Idee, den ganzen Garten umzugestalten und nutzbar zu machen. Mithilfe der Förderung durch die „Ich kann was!“-Initiative und Unterstützung durch die Stadt Köln konnten die Kinder im letzten Herbst den Parkplatz entrümpeln, von Unkraut befreien und abtragen: Rund 1.500 Pflastersteine (!) wurden eigenhändig weggeräumt, ca. 30 Büsche, Bäume und Sträucher gefällt, zersägt, zerschreddert und an den Wurzeln ausgegraben. Nach dieser wichtigen Vorarbeit ging es an die Gestaltung des Gartens: Die Ideen der Kinder wurden gesammelt und diskutiert, gemeinsam erstellten sie dann einen Gartenplan – ein tolles Erlebnis für die jungen Teilnehmer, die miterlebten, wie sie ihre Umwelt eigenhändig verändern können.

In den weiteren Monaten wurden aus ganz Köln ca. 15 Tonnen Muttererde herbeigeschafft, mit der die Kinder selbstständig die gesamte Rasen- und Gartenfläche begradigten. Zeitgleich wurden Beete gebaut und Wege erstellt. Der von der Stadt gesponserte Komposthaufen wurde versetzt und die Kinder brachten rundum einen Sichtschutz an. Die alten Sitzbänke wurden bearbeitet und lasiert. Nach einer kurzen Winterpause konnten die Kinder bereits Obstbäume und zahlreiche Beerensträucher pflanzen. Nach den Eisheiligen wurde dann Gemüse gepflanzt bzw. ausgesät: Zuckererbsen, Kartoffeln, Gurken und Möhren, Tomaten, Paprika, Radieschen, Kürbisse, Rhabarber und vieles mehr wächst inzwischen in dem gepflegten Gemüsegarten und lädt zum Naschen und Ernten ein. Außerdem wachsen und duften Petersilie, Oregano und Zitronenmelisse zusammen mit zahlreichen anderen Kräutern in einer selbstgebauten Kräuterschnecke. Auch ein Ohrenpitscher- und Insektenhotel bietet der Naschgarten den zahlreichen Bienen, Hummeln und anderen wichtigen Insekten, die ihren Teil zur erfolgreichen Ernte beitragen.

Die Ergebnisse des großartigen Projekts sind vielfältig: Spiel und Spaß, gemeinsames Kochen und Lagerfeuer stehen für die Kinder natürlich ganz im Vordergrund. Darüber hinaus sind ein gesteigertes Bewusstsein für die eigene Selbstwirksamkeit, das Erfassen von ökologischen Zusammenhängen und eine Stärkung des Verantwortungs- und Gesundheitsbewusstsein tolle und wichtige Effekte des Naschgarten-Projekts. Beim Herbstfest konnten die jungen Projektteilnehmer jetzt „ihren Naschgarten“ endlich den Eltern, Freunden und Gästen zeigen. Stolz begrüßten sie ihre Gäste mit einem Erdbeerableger, führten sie durch den Naschgarten und betreuten die vielen Stände. Das Bienensuchspiel und die Naschgartenrallye mit Fragen zu den Pflanzen und Tieren lockten mit Obstkörben als Preisen und stießen auf großes Interesse. Der gelungene Abschluss eines erfolgreichen Projekts, dessen Ergebnis langfristig genutzt wird!

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