Deine Stadt, dein Zuhause

Junge Kiez-ExpertInnen führen andere Kinder und Jugendliche durch ihren Stadtteil: in dem Projekt „Deine Stadt – Dein Zuhause“ werden sie zu Medienkünstlern und erstellen mithilfe der App ActionBound eine Stadtteilrallye. Gelungene Aufenthaltsorte im eigenen Stadtteil wollten die TeilnehmerInnen ausfindig machen und anderen Jugendlichen in einem dafür geeigneten digitalen Format vorschlagen. 

Profis unterstützen bei der Erstellung der multimedialen Inhalten
Die Idee für das Projekt wurde von der Architekturausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus“ des Hartware MedienKunstVerein Dortmund (HMKV) angeregt, berichtet uns Nele Hinz, die das Projekt gemeinsam mit Mirjam Gaffran (beide HMKV) geleitet hat. Hier war es auch, wo die TeilnehmerInnen für die Produktion der multimedialen Inhalte professionelle Unterstützung erhielten. Vor allem der von den Medienkünstlern geführte Ausstellungsbesuch inspirierte die Kinder und Jugendlichen, die Perspektive zu wechseln und ihre Stadt mit anderen Augen zu sehen. Die Profis erklärten anhand der Exponate, wie sich ein Medienkünstler Stadtlandschaften erschließt. Dabei wurden die filmischen und fotografischen Mittel erläutert, die die Medienkünstler zur Dokumentation eines Ortes verwenden. Und natürlich lernten die Kinder und Jugendlichen so auch sehr viel über einen Architekturstil, der zwischen 1955 und 1975 wie kein anderer das Erscheinungsbild ihres Lebensumfelds geprägt hat. 

Eine interaktive Stadtrallye für Lütgendortmund und Kirchlinde
Mit den neuen Eindrücken ging es selbst ans praktische Arbeiten. Die Mediengestalterin Annika Simon zeigte den TeilnehmerInnen, wie sie mit Smartphones gelungene Aufnahmen machen und die Architektur ihrer Stadt in Szene setzen können. Die Kinder und Jugendliche begannen eigene Geschichten zu ihren Lieblingsorten zu entwickeln. So ist eine interaktive, multimediale Stadtrallye durch Lüttgendortmund und Kirchlinde entstanden, die lustig und informativ zugleich ist. Auf einem der Streifzüge führt ein verwirrter Professor auf der Jagd nach dem Computer mit all seinen Forschungsergebnissen durch die Stadt. Dieser Streifzug endet –wo auch sonst?– in der Stadtbibliothek. Auffällig ist, dass auch mit Kritik nicht gespart wird, so werden in einigen Geschichten Angaben zur Aufenthaltsqualität vor Ort gemacht; etwa dass der Marktplatz in Bochum Gerthe zwar ganz cool, jedoch leider immer vermüllt ist, so dass man dort nicht so gerne verweilen möchte. 

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem offenen Treff der Evangelischen Christus-Kirchgemeinde in Lüttgendortmund (Leitung: Sebastian Gaffran) durchgeführt. Die Kinder und Jugendlichen trafen sich dort regelmäßig und arbeiteten an der Stadtrallye. Diese ist über die Vermittlung des HMKV erhältlich. Die Ausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus“ ist noch bis zum 24. September im Dortmunder U zu sehen. 

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