Foto- und Filmworkshop im Wrangelkiez

Ein Jahr lang haben sich Kinder und Jugendliche im Foto- und Filmworkshops am Familienzentrum Wrangelkiez mit unterschiedlichen medialen Ausdrucksmitteln auseinandergesetzt. Das Projektjahr bestand insgesamt aus drei Kursen, in denen die Kinder und Jugendliche Musikvideos und Trickfilme gedreht sowie Werbefotos aufgenommen haben.

Mit Streifzügen durch den Kiez begann die intensive Auseinandersetzung mit Werbung. In Zweierteams erkundeten die jungen FotografInnen die Umgebung und nahmen Werbeplakate auf, die sie besonders interessant fanden. Schnell stellte sich dabei heraus, dass die TeilnehmerInnen die Werbegesichter am spannendsten fanden. Begleitet von der Projektleiterin Kattrin Liesegang experimentierten sie mit dem Fotoapparat und zoomten die Gesichter heran. Die Aufnahmen bildeten die Basis für eine kritische Auseinandersetzung mit Werbung, die im Alltag der Kinder allgegenwärtig ist. 

Die individuelle Haarshampoo-Werbung entsteht
Dann ging es selbst ans Experimentieren. Kreativ setzten die Kinder um, was sie über Werbung gelernt haben, und entwickelten ihre eigenen Werbungen. So entstand eine Serie von Shampooflaschen, auf deren Etiketten sich die Kinder selbst in Szene setzen – mal mit von Haarspray hochtupiertem Haar, mal mit durch die Luft wirbelnder Mähne, der Kreativität war keine Grenzen mehr gesetzt. Zu verdanken ist dies dem sensiblen Eingehen von Liesegang auf die Bedürfnisse der Kinder: Sie selbst sagt, dass in den Workshops versucht wurde, jeder noch so abwegigen Idee nachzugehen. Mit tollem Erfolg!

Mit Videos an aktuelle Debatten im Kiez anknüpfen
Über die Frage, wie Werbung funktioniert, und was eigentlich zum Kauf angeboten wird, wurden die Kinder und Jugendliche auch auf Probleme im Kiez aufmerksam. So ist in einer anderen Fotoserie das Schaufenster eines leerstehenden Gemüseladens zu sehen, dessen Schließung exemplarisch für die Gentrifizierung des Lebensumfelds der Kinder und Jugendlichen steht. An Diskussionen im Kiez anknüpfend zeichneten die jungen Medienprofis in kleinen Videobeiträgen auf, welche Art von neuer Nutzung der Geschäftsräume sie sich wünschen würden.

Aber natürlich ging es in dem Projekt nicht nur um ernste Themen, sondern auch darum, mit Film und Fotografie jede Menge Spaß zu haben. Und das hatten die TeilnehmerInnen auf jeden Fall, wie die vielen lustigen Trickfilme und Musikvideos zeigen, die sie während des Projekts erstellt haben. 

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