Großstadtdetektive in Berlin

Die Kinder des Projekts „Großstadtdetektive – Wir entdecken unsere Stadt“ wurden vergangenen Freitag mit großem Applaus bei „BOLLE sucht das Supertalent“ gefeiert. Ein Jahr lang lernten rund 30 Kinder in dem von der „Ich kann was“-Initiative geförderten Projekt ihre Stadt besser kennen. Das Projekt richtete sich sowohl an Geflüchtete als auch an Kinder aus Berlin und erwies sich für beide Gruppen als sehr wichtig. „Viele der Marzahner Kinder waren noch nie am Brandenburger Tor“, berichtet uns die Projektleiterin Miriam Damen, die wir anlässlich der Auszeichnung des Projekts bei der vom Kinder- und Jugendhaus BOLLE regelmäßig veranstalteten Show interviewen.

Zunächst ging es in dem Projekt darum, sich mit dem eigenen Bezirk Marzahn-Hellersdorf auseinanderzusetzen. So lernten die Kinder, ihren Bezirk aktiver wahrzunehmen und sich Angeboten vor Ort gewahr zu werden. Dazu führten die Kinder Interviews mit Leuten aus dem Bezirk und sprangen dabei richtig über ihren eigenen Schatten, wie uns Miriam Damen erzählt. Die erwachsenen Marzahner wurden zu ihren Lieblingsorten im Bezirk und Berlin befragt. Die Ergebnisse verdeutlichten den Kindern, was den Bezirk und die Bewohner eigentlich ausmacht. Eine Situierung also, die eine perfekte Grundlage bildet, um sich selbstbewusst und auf sicheren Beinen durch den kiezgeprägten Berliner Stadtraum zu bewegen. Denn dann gingen die Kinder mit Stadtplan und BVG Fahrplan bewaffnet auf Entdeckungstour in die Berliner Innenstadt. Natürlich ging es auch zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. „Es war lustig, mit unseren Marzahner Kindern in unsere Stadt zu gehen und Tourist zu sein“ sagt Damen. 

Dass die Kinder von dem Projekt begeistert sind, spürt man während der Preisverleihung. Dort berichten sie von ihren Eindrücken und nennen ihre neu gefundenen Lieblingsorte, die sie sicher bald eigenständig mit Hilfe der Stadtkarte, die jedes Kind als Preis erhält, aufsuchen werden. Digitale Techniken halfen die Eindrücke bleibend einzufangen. In kleinen Filmen und auf Bildern sind diese festgehalten worden. Und die Technik beeindruckt nachhaltig. So fragt uns Christin (8 Jahre) „Sag mal, ist das Aufnahmegerät etwa noch von 1976, oder so?“, als wir mit ihr über die Großstadtdetektive sprechen. Und Miriam Damen bestätigt uns lachend, dass die Detektive Interviews und Videos natürlich mit dem Smartphone aufgenommen haben. 

Mehr über die Projekte und das Engagement des Kinder- und Jugendhaus BOLLE von Straßenkinder e.V. wird uns demnächst die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Friederike Nitsch berichten. 

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