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Über zehn Tage lang zeigte die Stadtbücherei Hilden in einer Ausstellung die Ergebnisse eines bemerkenswerten Integrationsprojekts. Die jungen Besucherinnen und die Mitarbeiterinnen des Abenteuerspielplatzes Hilden hatten die Mädchen und auch ihre Mütter aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft auf den Abenteuerspielplatz eingeladen. Erklärtes Ziel war es, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Fotografisch wurde der Projektverlauf von den Teilnehmerinnen begleitet. Die Aufnahmen wurden vom 7. Oktober bis heute in der Stadtbücherei neben Bastelarbeiten, die in dem Projekt entstanden sind, gezeigt. 

„Die brauchen bestimmt mehr Zeit, um sich zurechtzufinden“
Begonnen hatte das Projekt mit einem Infoabend im Oktober 2016, zu dem die Einrichtung die Hildener Mädchen und Mütter einlud. Hier überlegten die Mädchen gemeinsam mit den Pädagoginnen Carola Seidel-Meier und Susanne Westerhoff, wie das Projekt aussehen sollte. Auch über die erwünschte Wirkung wurde geredet. So sagte ein Mädchen emphatisch „Die kennen uns und unsere Sprache ja noch gar nicht, die brauchen bestimmt mehr Zeit, um sich hier zurechtzufinden“. Einen ersten Beitrag sollte das wöchentliche Treffen leisten, bei dem man sich über das gemeinsame Spiel, Basteln und Musizieren besser kennen lernen konnte. 

Fachkundiger Rat unterstützt bei der Umsetzung
An dem Infoabend extra mit dabei war Michaela Neisser, die Leiterin des Amtes für Soziales und Integration der Stadt Hilden. Das war sehr wichtig, denn viele Fragen mussten vorab geklärt werden. Insbesondere hinsichtlich der ersten Kontaktaufnahme erwies sich der fachkundige Rat der Migrationsexpertin als unverzichtbar. Ursprünglich war vorgesehen, direkt in die Flüchtlingsunterkunft zu gehen und die Mädchen und ihre Mütter persönlich einzuladen. Michaela Neisser riet davon ab, da dies bedingt durch die engen Verhältnisse in den Unterkünften möglicherweise einem Eindringen in die Intimsphäre gleichgekommen wäre. 

Die Deutschkenntnisse der Mädchen begeistern
So kam es, dass die engagierten Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkunft einen ersten gemeinsamen Besuch auf dem Abenteuerspielplatz organisierten. Das Projekt wurde von Anfang an von Müttern und Mädchen beider Seiten gut aufgenommen. Rund 34 Mädchen kamen in regelmäßigen Abständen zum Abenteuerspielplatz und spielten und bastelten gemeinsam. Die anfangs befürchteten Verständigungsschwierigkeiten erwiesen sich rasch als weitaus geringer. „Was mich wirklich fasziniert hat“, so Carola Seidel-Meier, „sind die Deutschkenntnisse der Mädchen“. Alle Mädchen sprachen schon fantastisch Deutsch, obwohl sie erst kurz in Deutschland waren. Sehr gut aufgenommen wurde auch das gemeinsame Tanzen und Musizieren. Eine Kostprobe davon gab auf der sehr gut besuchten Ausstellungseröffnung in der Stadtbücherei eines der Mädchen mit einem Mandolinenvorspiel. 

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