Hinter den Türen von Güstrow und Damaskus

Wie ist es, in Deutschland als Geflüchteter anzukommen? Wie unterscheidet sich das Leben in Syrien vom Leben in Güstrow? Solchen und ähnlichen Fragen werden Kinder und Jugendliche in dem Film- und Fotoprojekt im Jugendclub Alte Molkerei in Güstrow nachgehen. Viele der Teilnehmenden sind selbst Geflüchtete aus Syrien und besuchen die Integrationsklasse der Schule am Inselsee. Aber auch Kinder aus dem Jugendclub und von der nahe gelegenen Berufsschule machen begeistert mit. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Mit dem Film- und Fotoprojekt möchten sie ein Zeichen für ein gelingendes interkulturelles Zusammenleben in Güstrow setzen. 

Schulalltag einer Integrationsklasse in Güstrow
Schon im Sommer 2017 hatte die Projektleiterin Heike Mittelstädt zusammen mit Lehrern und Schülern eine filmische Gegendarstellung als Reaktion auf die negative Berichterstattung über die Schule am Inselsee initiiert. In dem Dokumentarfilm „Gemeinsam statt Einsam“ erzählen Geflüchtete und ihre Mitschüler von ihrem Schulalltag in Güstrow. Bei diesem Projekt war der syrische Filmemacher Khaled Dyab Agha bereits federführend dabei, der auch bei „Hinter den Türen von Güstrow und Damaskus“ eine zentrale Rolle spielen wird. 

Über Skype und WhatsApp wird mit Damaskus kommuniziert
Während der Fokus der im Sommer entstandenen Dokumentation auf dem Alltag der Geflüchteten und ihrer Mitschüler in Güstrow lag, weitet das aktuelle Projekt die Perspektive. Mithilfe von Skype und WhatsApp werden die Teilnehmenden Interviews mit Gleichaltrigen an einer Partnerschule in Damaskus führen. So kann tatsächlich ein Blick „hinter die Türen von Damaskus“ geworfen werden und ein vollständiges Portrait der zumeist komplexen Situation geflüchteter Menschen entstehen. Aber auch in Güstrow wird bei Einheimischen und Geflüchteten angeklopft und nachgefragt. 

Wie uns Heike Mittelstädt berichtet, laufen in der Alten Molkerei nun die ersten Technikworkshops für die Teilnehmenden an, denn die Ergebnisse der Recherchen sollen multimedial präsentiert werden. Der Radiosender der Jugendeinrichtung hat dem Projekt bereits einen festen Sendeplatz für kontinuierliche Berichte zugesagt. Absolutes Highlight wird die abschließende Ausstellung der Fotos, Portraits und Filme auf der Interkulturellen Woche 2018 sein. Darauf sind wir schon sehr gespannt und wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg!

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