Kinder, Kahlo, Klimt & Co. – Blickwechsel

Kreuzberg ist eines der Viertel in Berlin, das Kunstschaffende und Kreative aller Sparten anzieht. Vernissagen und Kunsthappenings sind in diesem umtriebigen Viertel alltäglich. Dies war Grund genug für die Kinder des dort ansässigen Kinder- und Jugendclubs Aladdin, doch auch mal ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Ergebnisse, die zwei Tage lang im Michael Tschechow Schauspiel-Studio gezeigt wurden, können sich sehen lassen!

In dem Kunstprojekt setzten sich rund 20 Kinder im Alter von 6 bis 13 über ein halbes Jahr lang teilweise erstmalig mit Werken alter und neuer Meister auseinander. In Kunstbänden und im Rahmen einer angeleiteten Internetrecherche suchten sich die Kinder zunächst ihre Lieblingsbilder aus. Nun galt es, diese Bilder fototauglich nachzustellen. Hierbei erhielten sie professionelle Unterstützung. Mit Hilfe von Kostümschneiderin Anne-Simone Vogt entstanden die richtigen Gewänder. Sie zauberte ebenfalls gemeinsam mit den Kindern die Settings und übte die passende Pose ein. 

„Mich hat begeistert, wie ernsthaft die Kinder bei der Sache waren“

Von Beginn an waren die Kinder mit Eifer dabei. Vor allem die vielen neuen Techniken und Fertigkeiten, die sie erlernten, taten es den Kindern an. Durch Upcycling wurden Müllbeutel zum Kleid einer Tänzerin und ermöglichten es Sheijla (12 Jahre), ohne weiteres in die Rolle „Sitzende Frau mit hochgezogenem Knie“ bei Egon Schiele zu schlüpfen. Natürlich half auch moderne Bildbearbeitungssoftware, Szenen originalgetreu nachzustellen: Mit Photoshop war es für Saud (9 Jahre) ganz einfach, „Der Torwart“ bei Alexander Deineka zu werden. „Mich hat begeistert, wie ernsthaft die Kinder bei der Sache waren“ sagt uns die Projektleiterin Monika Heinritzi-Svesnikov. Die Kinder waren an allen Arbeitsprozessen beteiligt und entwickelten sich in dem Projekt zu wahren Fachleuten. So wurde natürlich mit den Kindern zusammen entschieden, was für eine Rahmung ein Bild erhält. Und unter Kollegen wurde beschlossen, die Nachstellung von Jackson Pollocks „Autum Rythm (no 30)“ in einem Video zu präsentieren, Action Painting eben. 

Gerade für Kinder aus bildungsfernen Verhältnissen bietet das Projekt wichtige Impulse, um im Alltag an das sie umgebende, immer trendiger werdende Viertel anzuknüpfen. Neben technischen Fertigkeiten eröffnet es einen selbst erlebten Zugang zur Welt der Kunst. Und ja, die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten zeigen, dass die Kinder sich inspiriert von den Werken der „alten Kollegen“ in eine andere Welt geträumt haben. Das Vernissage-Publikum war begeistert.

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